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In Vain - Currents

InVain CurrentsxxlLabel: Indie Recordings

Spielzeit: 42:25 min.

Genre: Prog-Melo-Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 26. Januar 2018

Endlich sind sie zurück. Die Norweger In Vain beehren uns mit ihrem vierten Album "Currents". Fünf lange Jahre sind vergangen, fünf Jahre in denen soviel in der Musiklandschaft passiert ist. Hätte sich die Band nicht so lange Zeit gelassen würde sie sicherlich schon weiter oben mitspielen, so jedoch sind sie wohl kaum jemandem präsent. Dabei spielen die fünf Jungs eine ziemlich einzigartige Mischung aus progressivem Death Metal, garniert mit hymnischem Klargesang sowie epischen Black Metal Tupfern.

Das letzte Album „Aenigma“ perfektionierte diesen Stil schon beinahe, umso gespannter war ich auf die neuen Ergüsse und wurde nicht enttäuscht.
"As The Black Horde Storms" startet den Reigen und bietet wunderschöne Gitarrenmelodien, einen geradezu nach schreienden Kehlen dürstenden Refrain und die bewährt sehr tiefen Growls. Dabei machen In Vain nicht den Fehler die alten Opeth Scheiben zu kopieren. Die Mischung und der Einsatz aller Komponenten ist recht einzigartig gewählt. Da wird erst wie Sau gegroovt, bevor im nächsten Moment eine Knüppelpassage vom Feinsten einsetzt. Wie die Band all diese Elemente verknüpft ist wahrlich meisterhaft und nicht selten breitet sich Gänsehaut aus. Die Chöre in "Soul Adventurer" sind großartig, trotz massiver Eingängigkeit wirkt die Scheibe nie poppig oder zu geradlinig, auch nach etlichen Hördurchgängen gibt es Neues zu entdecken.

In Vain liefern mit "Currents" direkt das erste Highlight des neuen Jahres. Wer den alten Opeth hinterhertrauert, Ne Obliviscaris für eine der spannendsten neuen Bands hält, oder einfach nur fantastisch ausgefeilte epische Songs genießen möchte kommt an diesem Meisterwerk nicht vorbei. Die lange Wartezeit hat sich gelohnt, die Band schenkt uns ein perfekt ausbalanciertes Album, das die Messlatte für alles kommende jetzt schon sehr hoch legt.

Sascha Scheibel

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Seekers of the Truth
2. Soul Adventurer
3. Blood We Shed
4. And Quiet Flows the Scheldt
5. Origin
6. En Forgangen Tid (Times of Yore Pt. II)
7. Ghost Path
8. As the Black Horde Storms
9. Standing on the Ground of Mammoths

Sacrilegious Rite - Summoned from Beyond

Sacrilegious Rite xxlLabel: Dunkelheit Produktionen

Spielzeit: 41:30 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ach guck mal an, die hier aufspielende Band kommt aus Deutschland. Der Mucke nach zu urteilen, hätte ich Sacrilegious Rite doch glatt nach Südamerika gepackt (Chile oder so...). "Summoned from beyond" ist das Debüt der Kollegen, nach mehreren Splits und einer EP. Die beiden involvierten Protagonisten Ipsis Mors und Sumnor Amdis waren auch schon bei den aufgelösten Black Metallern Capitis Damnare, doch hat ihre neue Band mit der damaligen musikalischen Ausrichtung nicht mehr viel gemein. Denn bei Sacrilegious Rite gibt es herrlich dreckig/rotzigen Black/Death Metal, der nicht nur dann überzeugt, wenn lecker brutal drauflos geprügelt wird. Die Herren verstehen es nämlich auch sehr gut, mal das Tempo herauszunehmen, ohne dabei auch nur ein Fünkchen weniger fies und bedrohlich zu klingen. Klar, das Ganze ist jetzt nicht sonderlich innovativ und auch der Sound gewinnt definitiv keinen Oscar, aber wer erwartet das überhaupt in diesem Genre? Genau! Das Album macht ordentlich Spaß, knallt wie die Hölle und ist so richtig schön böse - was will man mehr?

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Missa Nigra 01:05
2. Sacrilegious Rite 05:08 Show lyrics
3. Coronatus Rex Mortis (Morbid King of Devastation) 05:16
4. Deathstalker 03:21 Show lyrics
5. Nocturnal Blood Consecration 04:28
6. In Abscence of Light 07:17
7. Remains of the Deceased 03:48
8. I Believe 04:47
9. Strigoicia 05:30
10. The Lost Sheep 00:50

Hades Archer - Temple of the impure

Hades Archer  Temple oxxlLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 33:37 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Hades Archer kommen aus Chile und genauso klingen sie auch: Herrlicher Rumpel-Black/Death Metal knallt nach einem eher überflüssigen Intro aus den Boxen, dass Genrefreunde sofort ein paar Freudentränen in ihr Beinkleid verlieren dürften. Denn die Band ist weder grün hinter den Ohren, noch irgendeiner Weise dilettantisch. Die Formation gibt es nämlich schon seit 2006 und man hat auch bereits einen ganzen Haufen Veröffentlichungen (kleine wie große) auf dem Kerbholz. Auf "Temple of the impure" zeigen sie auf jeden Fall all ihr Können und ich würde mal behaupten, dass sie damit ihr bislang bestes Werk rausgehauen haben (ok, ich kenne nicht alle Splits und EPs der Kollegen - aber das ist egal...). Ob langsam, im Midtempo (wenn auch relativ selten), oder mit rasender Hochgeschwindigkeit - die Chilenen überzeugen in jeglicher Variation des Tempos, wobei es mir persönlich am Besten gefällt, wenn sie so richtig aggressiv draufhauen. Man merkt den Songs die Erfahrung der Musiker an, trotzdem verlieren sie nie die Begeisterung an ihrem brutalen Krach - man bekommt hier eine absolut frische, unglaublich enthusiastische Kapelle zu hören. Die Platte macht ordentlich Spaß, Freunde des typischen "Südamerika-Sounds" dürfen hier bedenkenlos zuschlagen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. INTRO (IKKIBU ARDU)
2. CHAOS TERATOSIS CHIMERAS
3. THE GODS SOLD THIS WORLD FOR DESTRUCTION
4. CIRCUS OF ABOMINATIONS
5. SEX SEX SEX PERVERSIONS
6. GREAT MOON TIDE
7. HECATE UNDRESSED
8. UNUS CANTUS BESTIAE
9. TEMPLE OF THE IMPURE
10. APOLLYON'S BRIGHTNESS
11. THE WORLD INHERITANCE
12. OUTRO (HOMODEUS ABORTUNCTION)

Gloam - Death is the Beginning

gloam cover xxlLabel: Blood Harvest

Spielzeit: 18:38 min.

Genre: Black Metal 

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Also diese EP hier ist leider so richtiger Mist. Natürlich könnte man hier gleich Schluss machen, aber wir bei XXL-Rock nehmen die Verantwortung für unsere Leser sehr ernst, deshalb folgt sofort eine Erklärung: Der erste Song ist ein seltsames Instrumental, zu lang für ein Intro, zu kurz für ein vernünftiges Lied - außerdem todlangweilig. Es geht weiter mit "... Of a carrion kind". Gnadenlos öder 08/15-Standard-Black Metal; ausgelutscht, uninspiriert, völlig überflüssig. Der letzte Track "Death is the beginning" beginnt dagegen zunächst recht verheißungsvoll als ein ziemlich ordentlicher Black/Doom Song, verfällt aber schnell wieder in das dröge Schema, das wir schon vom Vorgänger-Liedchen kennen. Ein völlig überflüssiges Mini-Album, die Mucke der Amerikaner ist schlecht und dürfte niemanden vom Hocker kloppen. Danke, aber das möchten wir nicht in der heimischen Anlage haben!

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Anguish (Intro) 03:21
2. ...of a Carrion Kind 07:26
3. Death Is the Beginning 07:51

Shining: X - Varg Utan Flock

shining xxxlLabel: Season of Mist

Spielzeit: 41:24 min.

Genre: Black'n'Roll

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Da isser wieder der Herr Kvarforth, um uns wieder einmal hinabzuziehen in seine ganz eigene Unterwelt des Schmerzes und der Verzweiflung und dies tut er auf seinem neuen Album so intensiv und mitreißend, wie schon lange nicht mehr. Wenn man die Emotionen des Künstlers mitfühlen kann, auch wenn man kein einziges Wort seiner Texte versteht - dann ist das schon 'ne verdammt gute Leistung. Es wird eine dunkle Atmosphäre aus Wut, Trauer und Weltschmerz erzeugt, die den Hörer von Beginn an erfasst und bis zum Schluss nicht mehr aus ihren schwarzen Klauen entlässt. Musikalisch gibt sich Niklas Kvarforth vielseitig wie es zuletzt mehrfach von ihm gehört wurde. Der Black Metal der Anfangstage bildet zwar immer noch eine gewisse Grundlage und knallt immer wieder auch mit voller Wucht durch, doch finden sich im Sound der Band auch noch viele andere Elemente vom klassischen Metal über Postrock bis hin zu kleinen Gothic-Anleihen, was schon stark ans Vorgängeralbum erinnert. Wer also schon mit "IX" zufrieden war, der kann bei "X" bedenkenlos zuschlagen, wobei das aktuelle Werk hinsichtlich der Intensität und der eingeflossenen Leidenschaft noch einen ganzen Schlag intensiver ausgefallen ist, was ich durchaus begrüße. Starkes Teil!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Svart Ostoppbar Eld (7:11)
2. Gyllene Portarnas Bro (6:39)
3. Jag Är Din Fiende (7:05)
4. Han Som Lurar Inom (8:03)
5. Tolvtusenfyrtioett (2:53)
6. Mot Aokigahara (9:33)

Cloak - To Venomous Depths

CloakxxlLabel: Season of Mist

Spielzeit: 57:26 min.

Genre: Blackened Death Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die Amis Cloak, seit dem Gründungsjahr 2013 eine Einheit (keinerlei Besetzungswechsel!) und in der Vergangenheit mit zwei Veröffentlichungen - einer Demo sowie einer EP - in Erscheinung getreten, brachten vor einiger Zeit ihr Debütalbum 'To Venomous Depths' via Season Of Mist heraus. Obschon ich mir die Scheibe des Quintetts aus dem beschaulichen Georgia mehr als ein Dutzend Male zu Gemüte geführt habe, gelingt es mir nicht, mich an den neun Songs dieses Kleinods satt zu hören, zu gut ist die Melange aus klirrend-kalten dissectionesken Melodien und nicht minder melodiösen Gothic-Rock-Versatzstücken á la Fields Of The Nephilim, Love Like Blood oder Christian Death (nur um ein paar Kapellen zu nennen). Konsequenterweise bezeichnet die Band ihre Musik als Blackened Death Rock.

Ich könnte hier noch sehr viel schreiben - beispielsweise, dass einige Gastmusiker beteiligt sind oder dass sich für das Cover ein gewisser Adrian Baxter verantwortlich zeichnet - aber das wäre ganz einfach überflüssig. Hört einfach auf zu lesen, besorgt Euch die Scheibe auf legalem Wege und genießt diese geile Mucke.

Rippenspieß

XXL WertungXXL

Tracklisting:

01. To Venomous Depths/ Where No Light Shines
02. Within The Timeless Black
03. The Hunger
04. Beyond The Veil
05. Death Posture
06. In The Darkness, The Path
07. Forever Burned
08. Passage
09. Deep Red

Meyhnach - Non Omnis Moriar

Meyhnach Non Omnis Moriar CD DIGIPAK 63142 1Label: Osmose Productions

Spielzeit: 62:19 min.

Genre: Industrial Black Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Meyhnach? Na, da klingelt doch was? Genau, das hier ist nichts anderes, als das Solowerk des Herrn Meyhna'ch, seines Zeichens der Mann hinter Mütiilation und Mitglied der legendären Black Legions" aus Frankreich. Eigentlich wollte er ja gar nichts mehr mit der Szene zu tun haben, wurde aber durch ein Nahtoderlebnis vor einigen Jahren zu diesem neuen Werk unter neuer Flagge inspiriert. Mit Mütiilation hat das allerdings nicht mehr viel zu tun, was einerseits zwar schade ist, auf der anderen Seite viel Platz für ein ganz neues Kapitel im Schaffen von Meyhna'ch bietet. Die Musik auf "Non omnias moriar" basiert zwar noch unüberhörbar auf Black Metal, geht aber weit darüber hinaus und integriert vielerlei elektronische Elemente in den Sound, die von Ambient-Klängen bis hin zu hartem Industrial und Noise-Geräuschen reichen. Die Atmosphäre des Albums ist extrem verstörend und transportiert Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Leere und tiefste Verzweiflung. Das Teil geht ordentlich unter die Haut, wobei die unverändert intensive und einzigartig kaputte Stimme von Meyhna'ch eine tragende Rolle spielt. Für Black Metal Puristen mag die Platte vielleicht nichts sein, wer aber ein wenig aufgeschlossener ist und vor allem auf eine wirklich tiefschwarze Stimmung steht, der ist hier genau richtig. Ein wahnsinnig intensives Album, das echt Substanz hat. Man spürt förmlich, wie viel Herzblut und Seele Meyhna'ch in die Musik gelegt hat und genau das macht ja schließlich großartige Musik aus.

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Alcohonaut Diary 05:34
2. Tarred Orchid 08:25
3. Psy Low 05:59
4. In My Nightmares Circus 05:32
5. The Gutters Underneath 04:12
6. Cenobites 05:00
7. On the Eternal Sea 05:18
8. Nocturnal Caravan 05:26
9. Moonshine Beam 07:08
10. Non Omnis Moriar 09:45

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