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Sorcerer – The Crowning Of The Fire King

sorcerer  The Crowning Of TxxlLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 57:02 min.

Genre: Epic-Doom

Info: Facebook

HörprobeYoutube

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VÖ-Datum: 20. Oktober 2017

Epic-Doom-Metal war bis zu dieser Review ein Begriff, unter dem ich eigentlich immer nur die Band Candlemass gespeichert hatte. Aber auch fünf andere, gestandene Musiker aus Schweden haben sich bereits 1988 unter dem Bandnamen Sorcerer zusammen getan, um der Welt diese Form der Musik näher zu bringen. Dabei war der Weg zum aktuellen Album alles andere als geradlinig.
Wie bereits erwähnt formierte sich das Quintett schon 1988, löste sich aber nach zwei Demotapes 1992 wieder auf. Geschlagene 18 Jahre später sammelten sich drei der Gründungsmitglieder zusammen, holten sich noch zwei Gitarristen dazu, und angelten sich dann erst mal einen Deal bei Metal Blade, bevor 2015 mit „In the shadow of the inverted cross“ dann das erste Album der Band aufgenommen wurde.
Dass die Band so früh so einen Plattenvertrag einheimsen konnte ist allerdings wenig verwunderlich, immerhin haben fast alle Musiker schon in großen Bands wie Soilwork, Tiamat oder Therion gespielt, und wer Vitamin B hat, der nutzt das natürlich auch.
Die gesammelte Erfahrung der Musiker spiegelt sich dann natürlich auch in der vorliegenden Scheibe wieder, denn auf „The Crowning Of The Fire King“ erwartet uns großes Kino. Vergleiche mit den Landsleuten von Candlemass sind dabei allerdings kaum von der Hand zu weisen, nicht nur was die Genrewahl angeht, auch der Klang weist große Parallelen auf. Beim Vorgängeralbum sprach man seinerzeit sogar noch von einem direkten Candlemass-Clon.
Epische Melodien, für Doomverhältnisse sogar noch relativ flott, gepaart mit sauberer Produktion, ausladendem Songwriting und einer Stimme zum nieder knien, holen aus den fast 60 Minuten Spielzeit das Optimum an Hörvergnügen heraus.
Natürlich erfinden Sorcerer das Rad nicht neu, und Doompuristen wird das Album sicherlich auch zu schnell und nicht düster genug sein. Nichtsdestotrotz liefern Sorcerer hier eine sehr beachtliche Leistung ab, und wer sich für epische Melodien und Fantasy feeling begeistern kann, dem wird hier einiges geboten.

Kai B.

XXL WertungXL 1

Trackliste:

1. Sirens
2. Ship Of Doom
3. Abandoned By The Gods
4. The Devils Incubus
5. Nattvaka
6. Crimson Cross
7. The Crowning Of The Fire King
8. Unbearable Sorrow

Samael - Hegemony

samael 2017xxlLabel: Napalm Records

Spielzeit: 51:36 min.

Genre: Industrial Metal

Info: Facebook

HörprobeYoutube

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Es gibt viele Bands, die mittlerweile mit dem Sound ihrer Anfänge so überhaupt nichts mehr zu tun haben. Das ist in den meisten Fällen eher nix für mich, nur eine Handvoll Bands haben es geschafft, mich sowohl mit ihrer Gegenwart, als auch mit ihrer Vergangenheit gleichermaßen zufriedenzustellen. Ein Beispiel sind da Behemoth, ein anderes die Eidgenossen von Samael! Ihre ersten drei Alben sind absolut zeitlose Meisterwerke des Black Metals, die ich sehr verehre, aber auch das darauf folgende musikalische Outfit mit den immer mehr in den Vordergrund tretenden Industrial und Elektro-Elementen gefällt mir ziemlich gut. Da war es natürlich eine gute Nachricht, dass die Schweizer endlich "ausse Pötte" gekommen sind und geschlagene sechs Jahre nach "Lux Mundi" ihren neuen Longplayer vorstellen. Und "Hegemony" bietet auch tatsächlich genau das, was sich die Fans gewünscht haben: Gnadenlose Industrial Metal Hymnen, die sogar hier und da noch ein ganz klein wenig die Black Metal Vergangenheit der Band aufflammen lassen. Die Songs schreien förmlich danach die Lautstärke voll aufzudrehen, um die knallharte und klinisch-kalte Atmosphäre angemessen auf sich wirken zu lassen. Ganz besonders sticht für mich dabei "Black supremacy" heraus, der zweifellos ganz flott ein Dauerbrenner in allen Metal-Diskos werden dürfte. Was der Tonträger dagegen so überhaupt nicht zu bieten hat sind irgendwelche Überraschungen. Böse Zungen werden sicherlich schnell lästern, dass Samael hier auf Nummer Sicher gegangen sind. Ich persönlich finde das aber gar nicht dramatisch, wenn eine Band voll und ganz die Erwartungen ihrer Fans bedient, wer will denn auf einem Samael-Album Prog Metal oder Porngrind entdecken? Eben! Ein durch und durch gelungenes Comeback!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Hegemony
2. Samael
3. Angel of Wrath
4. Rite of Renewal
5. Red Planet
6. Black Supremacy
7. Murder or Suicide
8. This World
9. Against All Enemies
10. Land of the Living
11. Dictate of Transparency
12. Helter Skelter
13. Storm of Fire (Bonus Track)

Nyss: Princesse Terre - Three studies of silence and death

Nyss Princesse TerrexxlLabel: Avantgarde Music

Spielzeit: 30:11 min.

Genre: Atmospheric Black Metal

Info: Facebook

HörprobeBandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Nachdem die französische Formation Nyss ganze vier EPs im letzten Jahr veröffentlicht hat, beehren sie uns heuer mit ihrem Debüt-Album. (Wie nett!) Musikalisch geboten wird uns atmosphärisch angehauchter Black Metal, mit einer hohem Monotonie-Schlagseite. (Man stelle sich einfach mal typischen Depri-BM, nur erheblich schneller gespielt vor...). Das Ganze hat durchaus seinen Reiz, gerade weil auch die eingesetzten Keyboards sich nicht zu plakativ vor die anderen Instrumente drängeln, sondern unterstützend im Hintergrund agieren. Durch die bereits angesprochene Monotonie im Songaufbau entwickelt sich einerseits zwar eine durchaus hypnotische Stimmung, andererseits gesellt sich auch Kollege Langeweile nach einer gewissen Zeit dazu. Vielleicht hätte man die drei Songs ein wenig kürzer halten sollen? Insgesamt macht die Scheibe aber einen sehr ordentlichen Eindruck und passt definitiv zum Repertoire von Avantgarde Music, die sich ja gerade in der letzten Zeit recht erfolgreich darum bemühen, Bands unter ihre Fittiche zu nehmen, die sich angenehm vom Mainstream-Einerlei abheben. Gebt Nyss einfach mal eine Chance und hört in "Princesse Terre" rein!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. I 09:05 
2. II 12:17 
3. III 08:49

Sheidim - Infamata

SHEIDIM InfamataxxlLabel: I, Voidhanger

Spielzeit: 27:44 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

HörprobeBandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Da hat gerade noch die EP von Krossfyre bei mir gedudelt, da stehen doch exakt dieselben Musiker wieder vor der Tür, nur diesmal unter dem Namen Sheidim! Aber es macht schon Sinn, dass man hier unter einem anderen Namen rangiert, denn die Musik von Sheidim ist schon ziemlich anders als die von Krossfyre. Hier regiert nämlich brutaler Black/Death Metal, wobei der Schwerpunkt definitiv beim Black Metal liegt. Geschickt wechselt man immer wieder vom schnellen Prügelpassagen in den Midtempo-Bereich und gerade dort entfaltet sich die tiefschwarze Atmosphäre der Songs am intensivsten. Bösartig, aggressiv und auch ein wenig mysteriös/okkult ist die Stimmung der Platte, damit können die Spanier bei mir punkten! Auch bereitet es den Herren keine Probleme, einen fast neun Minuten langen Song, wie den Rausschmeisser "Sister of sleep" zu zelebrieren, ohne langweilig rüberzukommen, ganz im Gegenteil. Man merkt, dass die Kollegen echte Profis sind, trotzdem aber mit Herzblut bei der Sache sind und damit den Hörer eine knappe halbe Stunde ganz vorzüglich unterhalten!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Infamata (1:36)
2. A Dying Sun (4:32)
3. Underneath (6:11)
4. Wings Of The Reaper (6:23)
5. Sister Of Sleep (8:53)

Krossfyre - Burning Torches

krossfyre xxlLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 19:16 min.

Genre: Death/Black/Thrash Metal

Info: Facebook

HörprobeBandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Was machen spanische Death Metal Musiker, wenn sie mal fünf Minuten Zeit haben und vor Langeweile nicht wissen, wohin mit ihrer Kreativität? Na klar - sie gründen noch 'ne Band! So geschehen im Jahre 2015, als Hoschis aus Bands wie Graveyard, Körgull, the Exterminator, Sheidim (deren neue EP "Infamata" auch in Kürze bei uns besprochen wird!!) und vielen anderen sich zusammengefunden haben und Krossfyre gegründet haben. Nun kommen sie mit ihrer ersten Veröffentlichung um die Ecke und schon ein Blick auf das coole Cover zeigt uns ohne Umschweife, wohin die Reise geht: Es wird dreckig, rumpelig und voll fies! Die Burschen bedienen sich locker/flockig aus Death, Black und Thrash Metal und kloppen aus diesen Zutaten eine feucht/fröhliche Mischung zusammen, die jedem Headbanger, der lieber die alten, als die neuen Venom mag (kann man auch durch Sodom oder Destruction ersetzen...), der wird hier sehr gut unterhalten. Leider dauert der Spaß nicht mal zwanzig Minuten, aber die sind voll in Ordnung. Schmeckt nach mehr!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A - Burning
1. Krossfyre 00:53 instrumental
2. Fire Solution 03:26
3. Burning Torches 03:58
Side B - Torches
4. Tabellae Defixionum 03:23
5. Black Jaws of Evil 03:01
6. The Great Masturbator 04:35

Ophis - The Dismal Circle

ophis 2017xxlLabel: FDA Records

Spielzeit: 62:54 min.

Genre: Death/Doom

Info: Facebook

HörprobeBandcamp

Kaufen: Shop

VÖ-Datum: 20. Oktober 2017

Hui, diesmal waren die Jungs von Ophis aber richtig flott und haben nur drei Jahre für ihr neues Album gebraucht! Kann bei dieser schier unglaublichen Geschwindigkeit denn überhaupt ein gutes Doom-Album herauskommen? Spaß beiseite, denn da muss man sich ja auch gleich fragen: Können Ophis überhaupt schlechte Musik kreieren? Definitiv: Nein!!! Denn auch ihr neues Werk "The dismal circle" ist wieder einmal ganz feines Futter für jeden Doom-Jünger geworden. Aber auch ein paar Veränderungen hat es gegeben, so sind Steffen Brandes (von Cryptic Brood) an den Trommeln und Simon Schorneck (ex-Embercrow) an der Gitarre seit dem letzten Jahr frisch dabei und auch der Sound der Band hat sich etwas gewandelt. So ist der von mir beim letzten Album noch so hochgelobte "Gothic-Einfluss" erheblich zurückgefahren worden und der Death/Doom-Anteil dafür noch mehr in den Vordergrund getreten. Oder man könnte auch sagen, weniger My Dying Bride, mehr Winter! Fand ich im ersten Moment etwas schade, aber es hat nicht lange gedauert, bis ich mich auch in die neuen Songs hoffnungslos verliebt habe. Denn die sind einfach nur grandios und die von ihnen erzeugte Stimmung lässt den Hörer erzittern. Unglaublich düster, meines Erachtens auch weitaus böser als in der Vergangenheit treten die Kollegen auf und diese tiefschwarze Atmosphäre steht ihnen verdammt gut. Intensiver Death/Doom, dunkel und bedrohlich - na das passt doch hervorragend zur kommenden Jahreszeit! (und ausserdem ist heute auch noch Freitag, der 13.!! - Wenn das mal gut geht...) Ein wirklich hervorragendes Album!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Carne Noir
02. Engulfed In White Noise
03. Dysmelian
04. The Vermin Age
05. Ephemeral
06. Shrine Of Humiliation

Slaughtbbath - Contempt, War and Damnation

slaughtbbath comp coverLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 33:35 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Die Chilenen von Slaughtbbath lagen ja schon öfter auf unserem Seziertisch, zuletzt im letzten Jahr mit den beiden Split-EPs mit Grave Desecrator und Ill Omen. Da habe ich mich also schon auf neues Futter der Kollegen gefreut, aber leider ist die vorliegende Scheibe "nur" eine Zusammenstellung alter Songs. So finden wir die Tracks der oben erwähnten Splits, Songs von den Splits mit Hades Archer und Kill (beide aus dem Jahr 2014), ein Liedchen (nämlich "Bestial descension") von der "Further down to the depths"-Compilation (2015) und mit "Astral rape" einen klatschneuen Song. Geboten wird natürlich leckerer Südamerika-Rumpel-Black/Death, der wirklich verdammt cool ist, aber die Song-Auswahl ist ja dann doch eher was für Hörer, die Slaughtbbath bislang noch nicht kannten, oder sich keine EPs zulegen (soll es ja auch geben...). Musikalisch also tipptopp, ansonsten muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er die CD braucht. Für mich gehören die Chilenen eindeutig zu den besten Bands ihres Landes (und da gibt es ja so einige verdammt feine Formationen...) von daher gibt es von mir natürlich 'ne fröhliche Kaufempfehlung!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Astral Rape 03:57
2. Nefast Fireground 03:12
3. Tyranny from Sodom 03:40
4. Inverted Hierophany 06:13
5. Bestial Descension 06:40
6. The Sands of Despair 04:10
7. Black Revelation of Death 05:43

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