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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsKari Rueslatten: Battle Forevermore / Turn, Turn, Turn – 7″ Picture Disc

Draghkar - World unraveled (MC)

DraghkarxxlLabel: Blood Harvest

Spielzeit: 09:21 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Und nochmal gibt es via Blood Harvest Records 'ne fröhliche Kassette mit so richtig schön vermodertem Death Metal auf die Ohren! Aus Los Angeles kommt die Krachkapelle, die sich auf ihrem ersten Demo voll und ganz der dunklen Seite des Death Metals verschrieben hat. Das heißt, es geht ordentlich derbe und dreckig zur Sache, die Geschwindigkeit wird immer wieder mit großem Vergnügen gedrosselt und die Growls kommen von ganz tief unten. Der Sound ist angemessen, aber Gottseidank nicht dünn oder matschig - wenn man mal von der arg kurzen Spielzeit absieht, ein durchaus gelungener Einstand. Mal schauen, was man in der Zukunft von Draghkar noch zu hören bekommen, der Anfang ist auf jeden Fall vielversprechend!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Wings Over Malkier
2. Cowering In The Town Of Blinded Eyes
3. World Unraveled

Ensepulcher - No sanctity in death (MC)

EnsepulcherxxlLabel: Blood Harvest

Spielzeit: 07:26 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Schweden-Death der dreckigstenSorte knallen uns die Amis von Ensepulcher auf ihrem ersten Demo entgegen. Das hört sich sogar richtig geil an und lädt dazu ein, mal wieder gepflegt gegen die Wohnzimmerwand zu springen! (aua...) Eine Frechheit ist dagegen ist popelige Spielzeit von noch nicht einmal acht Minuten!!! Also, da hätte man wirklich noch ordentlich was dazu packen sollen, zur Not wartet man halt noch etwas länger mit seinem Debüt-Demo! Bei aller Liebe zur wirklich verdammt guten Mucke sollte das eigentlich einen Punktabzug geben, aber ich bin gerade gut drauf und deshalb drücke ich mal ein Auge zu. Dafür müsst Ihr aber in absehbarer Zeit einen genauso guten Longplayer raushauen! Ich beobachte Euch!!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Intro/No Sanctity in Death
2. Perishing in Morbidity
3. Death and Decay
4. Funeral Cessation

Coven - The Advent

Coven  The adventxxlLabel: Svart Records

Spielzeit: 24:14 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Auf den ersten Blick machen die Kollegen von Coven nicht so ganz viel richtig: Das Manga-Cover lässt eine Modern Metal, oder Neo-Thrash Band vermuten, der Bandname dagegen deutet eher auf Doom, oder Okkult Metal hin. Nichts dergleichen - die Japaner spielen klassischen Heavy Metal mit deutlicher Orientierung an der guten alten NWoBHM. Dass dabei in einer Mischung aus Japanisch und Englisch gesungen wird, verlieht dem ganzen Unternehmen einen gewissen Charme und die Begeisterung der Musiker und ihre Spielfreude lässt einen über so manches Manko hinwegsehen. Denn wenn man ganz fair und ehrlich ist, muss man feststellen, dass es auf "The advent", gerade was den Gesang angeht noch ordentlich holpert. Rein musikalisch ist das gar nicht mal übel und wie schon angedeutet: Die vier Songs machen irgendwie Spaß. Kann man mal reinhören, ist aber eigentlich nicht wirklich essentiell.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. BRAVE WARRIORS
2. KARMA
3. WINGS OF GLORY
4. SCREAM FOR TOMORROW

Pile of Excrements - Escatology

Pile of ExcrementsxxlLabel: Memento Mori

Spielzeit: 39:45 min.

Genre: Deathgrind

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das ist mal wieder eine Platte, die so ganz nach meinem Geschmack ist! Schon das Cover springt ins Auge und wenn dann die Musik ebenfalls der Klopper ist, ja dann umso besser. Und die Griechen lassen auf ihrem Debüt echt nix anbrennen: Knüppelharter Death Metal, immer ganz nah am Grindcore mit kleinen (aber feinen!) Crust-Anleihen - also ich find's super! Die Songs sind kurz und knapp gehalten, genau die richtige Länge für diese Art von Krach. Was soll ich noch großartig dazu sagen? Das Teil knallt wie Sau, begeistert mich von Vorne bis Hinten (ich hab' die Platte gleich dreimal hintereinander gehört!) und ich kann es nur jedem empfehlen, der auf gut gemachten Krach steht. Also wenn Ihr Euch zu Weihnachten die grandiose Cadaveric Incubato vonne Oma wünscht, dann schreibt dieses Album gleich noch zusätzlich auf den Wunschzettel!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Bowel Rampage 02:30
2. Miasma Cuming Embalming Fluids 02:26
3. Made in Chernobyl 01:00
4. Hooker with a Hook 03:12
5. Graveyard Delicatessen 01:47
6. Leper Orgy 02:59
7. Escatology 05:23
8. Silent but Deadly 03:07
9. Yellow Front, Brown Back 01:19
10. Minestrone 02:15
11. Cult of the Unibrow 06:08
12. Skourkos the Polluter 02:29
13. Buttfucked by Giant Cockroach 02:13
14. Human Compost 02:33
15. Tourette Aggressor 00:24

Obscure Burial - Obscure Burial

obscure burial 2017xxlLabel: Invictus Productions

Spielzeit: 36:32 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: 15. Dezember 2017

Ich muss sagen: ich mag finnischen Death Metal. Es gab da in der Vergangenheit zwar so einige Flachpfeifenformationen, aber der meiste Kram aus dem flächenmäßig relativ großen und dennoch wenig besiedelten nordeuropäischen Land kann einiges, ist dabei ziemlich eigenständig und so ganz anders als das Zeug aus Schweden, Norwegen oder Dänemark.

Die seit 2012 ihr Unwesen treibenden, unlängst als Quartett agierenden sowie aus der Großstadt Turku stammenden Obscure Burial klingen - wenn man von der grabesfeuchten Grundatmosphäre absieht - auf ihrem selbstbetitelten Erstlingswerk wenig bis gar nicht finnisch, sondern vielmehr wie ein kunterbunter oder vielleicht doch eher pechschwarzer Mix aus amerikanischem Todesblei der Marke frühe Morbid Angel und Autopsy sowie europäischem Proto-Death-Metal, weist weiterhin eine nicht von der Hand zu weisende Thrash-Kante auf und präsentiert sich technisch angehaucht, dabei teilweise chaotisch, recht schleppend (wobei mitunter rasend schnell) und vor allem überaus düster. Produktionstechnisch adäquat in Szene gesetzt, macht diese Scheibe ordentlich Spaß, ohne zu überfordern, erfindet das Rad dabei nicht neu, aber das erwartet hier auch keiner. Wer sich gepflegt zu mächtig ranzigem, aber immer noch nachvollziehbarem Krach-Metal in knapp 38 Minuten die dämliche Birne wegbangen will, macht mit dem Erwerb dieses Machwerks ganz sicher nichts falsch.

PS: Ich habe mich vor Lachen gekugelt, als ich den Track 'Necrophagous Ritual' das erste Mal hörte: da tritt doch scheinbar der olle Benjamin Blümchen ab der 41. Sekunde in Erscheinung, ha ha! Es könnte aber auch sein, dass einer der werten Herren Musiker da mal gepflegt ins Mikrofon gefurzt hat und der Produzent vorweg einen Clown gefrühstückt hatte und das hörbare Ergebnis in den Song integrierte.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Lucilia Silvarum
02. Imago Mortis
03. Darkness Spawns
04. I Spoke To Darkness (Black Deserts Divine)
05. Transcending Deity
06. Necrophagous Ritual
07. Dweller In The Abyss
08. Dawn Of Eschaton

Necromante - The magickal presence of occult forces

necromantexxlLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 39:22 min.

Genre: Black Metal 

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erscheinen

Im zehnten Jahr ihres Bestehens beehren uns die Brasilianer von Necromante mit ihrem ersten Longplayer. Der darauf befindliche Black Metal hat definitiv den Anspruch, nicht von der Stange zu kommen, hinterlässt bei mir allerdings einen eher zwiespältigen Eindruck. Der Anfang weiß zu gefallen, ein recht einfach gestrickter Black Metal, der mich eher an ganz, ganz frühe Sepultura, oder die Landsleute von Sarcofago erinnert, als an die nordische Schule. Angelegt im Mid-Tempo-Bereich entwickeln die Songs durchaus Qualitäten und machen Appetit auf mehr. Doch dann kommen (eingerahmt von zwei seltsamen Geklimper-Instrumental-Stücken) zwei Tracks, die plötzlich einen etwas anderen musikalischen Weg einschlagen, hier tauchen progressive und andere genrefremde Klänge auf und wollen sich mit dem rauen Black Metal vermischen, was ihnen aber leider nicht besonders gut gelingt. Meiner Meinung nach wurde hier ein bisschen zu sehr mit der Brechstange auf "ausgefallen" und "progressiv" gemacht. Schade, denn dieses "Zwischenspiel" killt nicht nur den Fluss der Musik, sondern negiert auch den guten Eindruck der vorangegangenen Lieder. Da hilft dann auch ein weiterer Song nichts, der sich zwar bemüht, wieder merklich rauer und primitiver zu klingen, denn dass man als abschließenden Track ein fast vier Minuten langes Instrumentalstück (quasi eine Lang-Version des oben erwähnten "Geklimpers"!) ausgewählt hat, war ebenfalls eine eher schlechte Auswahl. Nun ja, zumindest bemüht man sich im Hause Necromante"um Eigenständigkeit und eine andere Herangehensweise an das Black Metal Genre. Das ist löblich, trotzdem kann mich die Umsetzung dieser Ideen nicht wirklich überzeugen. Schade.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. In the Wings of the Dark Mother (part 1)
2. Secret Eye
3. Nekrokosmick Pentagram
4. Occult Cult
5. Sirius 6
6. A'arab Zaraq
7. Initiation
8. Prelude to Movement...
9. Baphomet Movement
10. Enuma Elish

 

Ice War - Ice War

ice war 2017xxlLabel: Shadow Kingdom Records

Spielzeit: 30:20 min.

Genre: kautziger Heavy Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erscheinen

Ice War sind mitnichten eine neue Band, vielmehr handelt es sich hier um die Fortsetzung der legendären Iron Dogs. Der gute Jo Capitalicide macht mittlerweile allein weiter und hat unter dem neuen Namen auch bereits (seit 2015) fünf EPs herausgebracht, teils als 7", teils als Kassette. Wer all diese Veröffentlichungen bereits besitzt, dürfte am vorliegenden Longplayer (obwohl es mit gerade mal 30 Minuten Spielzeit wohl auch eher 'ne EP ist!) auch nur eine halbe Freude haben, denn fünf der präsentierten Songs fanden sich auch schon auf erwähnten EPs. Alle anderen Hörer dürfen sich über kauzigen und definitiv eigenständigen Heavy Metal freuen, der meiner Meinung nach die konsequente Fortsetzung des Iron Dogs-Sounds darstellt. Warum auch nicht? Wer also Jos bisherige Spielwiese cool fand, der darf hier gleich weitermachen. Der Mann (bzw. seine Musik!) hat aber auch irgendwie das "gewisse Etwas", diese Mischung aus nie ganz perfekt gespieltem Heavy/Speed Metal, dem hohen Wiedererkennungswert von Jos Stimme (auch nicht ganz perfekt) und einem kaum zu bändigenden Enthusiasmus und einer gnadenlosen Hingabe an den Metal, was sich ruckzuck auf den Hörer überträgt. Feine Platte für Kenner!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Battle Zone
2. Dream Spirit
3. Standing Rock
4. I am the Prisoner
5. Slavers Whip
6. Reverence of Gold
7. We Will Stand
8. Falling Out

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