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Sinmara - Within The Weaves Of Infinity

Sinmara   Within xxlLabel: Terratur Possession

Spielzeit: 19:34 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Irgendwie steht ja zu befürchten, dass im isländischen Black Metal ein wenig die Luft raus ist. Wo es vor einigen Jahren noch immer wieder gute Full Lenght zu bestaunen gab, verlagert sich das ganze mittlerweile mehr und mehr auf diverse neue Kleinprojekte mit Veröffentlichungen auf Split und EP-Länge, oft getragen von den immer selben Musikern in unterschiedlicher Besetzung.
Sinmara haben 2014 mit ihrem Album „Aphotic Womb“, einen tiefen Eindruck hinterlassen und Anfang des Jahres dann eine Split mit Misphyrming nach geschoben. Beim dortigen Stück „Ivory Stone“ zeigte sich jedoch schon dass die ursprüngliche Form der Musik nicht mehr konsequent weiter verfolgt werden würde. So markierte die Split in der Retrospektive einen guten Meilenstein zwischen dem extrem chaotischen und dissonanten Erstlingswerk, und der deutlich mehr geordneten und melodiöseren EP „Within the weaves of infinty“. Es ist dabei nicht so, als wenn die Band sich einmal komplett gehäutet hätte. Das Grundgerüst aus pechschwarzem Chaos ist immer noch da, jedoch deutlich mehr eingezurrt in ein Korsett aus fast schon melancholischen, bisweilen melodischen Riffs und einer deutlich klareren Songstruktur.
Die Soundqualität und der Mix sind dabei zwar minimal hochwertiger als früher, aber immer noch low budget genug, um als Black Metal durch zu gehen. Im Gesamtbild funktioniert das Ganze erstaunlich gut, was kein Wunder ist, da die drei Songs deutlich weniger sperrig sind, als das sehr ausladende „Aphotic Womb“. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass einige Puristen und Überzeugungstäter das nicht unbedingt positiv aufnehmen, aber irgendwas ist ja immer.
Auch wenn die Hoffnung bleibt, dass Bands wie Sinmara, Svartidaudi oder Wormlust ( deren Album „Halucinogenesis“ ja heiß erwartet wird) demnächst wieder mit Langrillen aufwarten werden, ist „Within the weaves of infinity“ mehr als nur ein guter Lückenfüller. Hier passt alles zusammen und wer zuschlägt, bekommt 20 Minuten erstklassigen Black Metal, der sich zweifelsohne ganz weit im oberen Viertel der Szene tummelt.

Kai B.

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Within the Weaves of Infinity 07:12
2. Ormstunga 07:09
3. Nine Halls 05:12

XXL-Tipp

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